Die Westküste

Tag 1

Der Tag weckte uns mit grauen Himmel, der hin und wieder beim Frühstück leichten Sprühregen auf die Frontseite abgab. Auch beim Klarmachen unserer Wohnmobile wurde das Wettter nicht besser.
Deshalb waren wir nicht sonderlich traurig darüber, dass wir heute unsere Zelte an der Blancs Sables abbrechen wollten. Das Wetter trieb uns weiter nach Süden, in der Hoffnung, dass dort das Wetter ein wenig sonniger und nicht so trübe sein würde. Ziel war die Sardinenstadt Douarnenez.

Auf dem Wege dorthin trieb uns dann ungewollt die Navigation mithilfe von Google Maps durch die Innenstadt von Brest. Obwohl wir es nicht wollten, konnten wir dadurch einen Blick von der Albert-Louppe-Brücke (880 Meter) auf die Hafenanlage von Brest erlangen.

Ungefähr 20 Kilometer hinter Brest sahen wir dann in der Ferne das lang ersehnte Blau am Horizont, dass auf der Fahrt zum Städtchen Locranan immer mehr wurde.
Locranan, ungefähr 10 Kilometer vor Douarnenez liegend, ist ein Stadtjuwel und gehört zu Recht zum Kreis der schönsten Dörfer Frankreichs (franz. Plus Beaux Village).

Die graniten Häuser dieses pitoresken, autofreien Dorf von 800 Einwohnern bilden eine grandiosche Kulisse des 17. Jahrhundert. Darum ist ein kein Wunder, dass besonders der Platz um die Kirche nach Abnahme von Schildern als Kulissen für sog. Mantel- und Degenfilme diente.

Heute wird mit diesem Ensemble aus vielen altertümlichen Häusern Kasse gemacht. Sei es durch die vielen Souvenir- und Andenkenläden oder den zahlreichen Lokalitäten, die allesamt bei dem sonnigen Wetter gut besucht waren.

Die letzten Kilometer bis zu unserem auserkorenden Campingplatz waren eine Tortur. Der wunderschön gelegende Campingplatz, etwas aus dem Stadtzentrum entfernt, lag absolut ruhig auf einen bewaldeten Hügel. Die Anfahrt dorthin durch die vielen Kreisverkehr zehrte schon an den Nerven, die letzte Steigung gab uns dann den Rest.

Nach unserem obligatorischen Kaffee vor Ort nahmen wir unsere Beine in die Hand und gingen in Richtung Douarnenez. Durch die Vorort von Douarnenez Plaisance ging es bei Niedrigwasser an dem wundervollen Sandstrand vorbei zum Hafen herunter.

Der Cityrundgang durch die Innenstadt von Douarnenez empfanden wir nicht als zu sehr berauschend. Natürlich gab es wie überall entsprechend Häuser zu sehen, aber die Suche nach einem netten Lokal rieb uns ein wenig an den Nerven.

Gefunden haben wir dieses letztendlich auf dem Rückweg am alten Museumhafen. Dort konnten wir bei strahlenden Sonnenschein unseren Hunger und Durst stillen.


Nach dem langen Spaziergang waren nicht nur froh den Campingplatz erreicht zu haben, sondern auch total kaputt!



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