Côte de Legendes

Tag 1

Nachdem es in der Nacht geregnet hatte, zeigte sich der Himmel heute bedeckt. Zu unserer Überraschung mussten wir dann noch feststellen, dann alle an dem Stromverteiler hängenden Camper über keinen Strom mehr verfügten.
Für den morgendlichen Kaffee bedeutete das, dass das Wasser heute einmal über das Gas erhitzt werden musste. Ein wenig mehr Aufwand, um an den Frühstückskaffee zu kommen.

Weiter ging es dann über den Ort Plouescat, wo im örtlichen Netto diverse Lebensmittel inkl. einer Flasche Cidre eingekauft wurde.
Die Damen kaufen immer nur eine Flasche Cidre, da sie nicht sicher sind, ob dieser wirklich schmeckt. Es gibt in der Bretagne sehr viel von diesem Getränk, allerdings schmecken sie recht unterschiedlich. Vielleicht liegt das an den diversen Apfelsorten, die zum Cidre verarbeitet werden.

Gerne hätten wir in der schiefergedeckten, historischen Markthalle aus dem 16. Jahrhundert von Plouescat noch dem Markttreiben zugesehen, allerdings findet dieses Treiben immer nur am Samstag statt.

Nächster Anlaufpunkt auf unserer Strecke war Meneham. Meneham war ursprünglich ein Ort an dem die Zöllner untergebracht waren, um den diversen Schmuglern auf die Schliche zu kommen. Später wurde daraus eine kleine Siedlung von Bauern, Fischern und Algenbauern. Seit dem Tod der letzten Einwohnerin verfiel das ganze Dorf. Nach der Restauration und Wiederaufbau von Gebäuden präsentiert sich heute Meneham als Museumsdorf.
Nicht entgehend lassen sollte man sich das alte Zöllner-Wachhaus, das seinen Platz zwischen zwei riesigen Felsbrocken gefunden hat.

Aufgrund des bedeckten Himmel ging es nach Meneham weiter in Richtung Westen. Bevor wir an der Plage de Blancs Sables auf dem dortigen Campingplatz unsere Zelte aufschlugen, wollten wir unbedingt noch den westlichsten Punkt des kontinentalen Frankreichs kennenlernen, den Pointe de Corsen.
Schon die beiden Reiseführer verwiesen darauf, dass nur eingeschränkten Parkplätze geben sollte. Deshalb stellten wir unsere Wohnmobile schon recht früh auf einem leeren Parkplatz ab, um dann auf dem GR34, dem Zöllnerpfad, den restlichen Weg bis zum Pointe de Corson zu wandern. Das schaffte uns immer wieder besondere Aussichten auf die Vielzahl an Sandbuchten.

Dank des besser gewordenen Wetters können wir die Aussicht von Pointe de Corson auf das Meer sowie die im Dunst liegenden Insel Ile d’Ouessant genießen.

Anschließend ging es zurück zu den Wohnmobilen und über Nebenstraßen zu unserem Endziel.

Tag 2

Auch in dieser Nacht hat der Regen wieder auf unser Dach geklopft. Die Luft fühlte sich zwar warm an, doch der am Vormittag aufkommende Wind war noch relativ frisch.
Wir hatten heute eine Fahrradtour zum Leuchtturm Saint-Mathieu geplant. Der Leuchtturm oberhalb einer schroff abstürzenden Steilküste. In Verbindung mit der verfallenden Abteikirche eines Klosters aus dem 6. Jahrhundert ergibt sich eine ungewöhnliche Kulisse.

Bevor wir uns die Abteikirche und den Leuchtturm ansahen, statteten wir dem beeindruckenden hohe Denkmal zu Ehren der gefallenen Seeleute ab.

Über Plougonvelin und Lochrist ging es dann nach Le Conquet.


Das einstige Kosarennest ist heute ein ruhiger Ort mit verwinckelten Gässchen, in dem auch schon zu frühen Nachmittagszeit die Gemütlichkeit Einzug hält.

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