Côte de Bruyères

Tag 1

Der Tag begann auf jeder Seite unseres Wohnmobils verschieden. Auf der Fahrerseite war der Himmel wolkenfrei und blau, auf der anderen Seite, die zum Meer hinzeigte, war es trüb und neblig.

Dieser Seenebel hielt sich zäh bis in die Mittagsstunden, bevor er sich in Gänze auf unserem Campingplatz auflöste, aber im entfernten Meer noch zu sehen war.
Nach unserem ausgedehnten Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Locquirec. Begleitet teilweise durch den wabenden Nebel erkundeten wir das kleine Örtchen, dass mit einer Vielzahl von noblen Häusern ausgestattet. Arbeitslose Franzosen schienen hier wohl eher nicht angesiedelt sein.

Kirche in Locquirec
Auf dem GR34, dem Zöllnerpfad, der uns schon öfters begleitet hat, gingen wir ein Stück an der Küste entlang. Der GR34 startet in Vitre, umrundet die bretonische Halbinsel und endet in Vannes am Golf du Morbihan. Er hat eine Länge von 1.961 Kilometern.

Während auf unserem Campingplatz ein Sandstrand vorhanden war, zeigte die östliche Seite von Locquirec eine schroffe, felsige Seite, die bei der vorherrschende Ebbe gut zu sehen war. Unser Spaziergang führte uns zu guter Letzt auf die westliche Seite des Städtchens und präsentieren dann wieder feinsten Sandstrand.

Zurück wagten wir uns dann trotz auflaufenden Wasser von Hafen aus in Richtung Campingplatz. Der Weg war aufgrund seiner Beschaffenheit recht mühselig, weil man sich immer wieder einen Weg zwischen Felsbrocken suchen musste.

Tag 2

Sowie der gestrige Tag geendet hatte, begann auch der heutige Tag!
Die Sonne lachte über den Campingplatz und lud uns zu einem letzten Frühstück in Locquirec unter freiem Himmel ein.
Nach dem Frühstück ging es dann weiter nach Roscoff. Wer Roscoff nur als Fährhafen nach England oder Irland wahrnimmt, bekommt nicht das wahre Gesicht von Roscoff zu sehen.

Roscoff verfügt über eine nette kleine Altstadt in der Nähe des alten Hafen. Von hier starten die Fischertrawler zu ihren Fanggründen, wenn sie wie heute bei unserem Rundgang durch die Ebbe auf dem Trockenen liegen. Die Fährverbindung zur Insel Batz geht ebenfalls von hier aus.

Der Rundgang, das Schlürren sowie die Bummel durch die geöffneten Geschäfte machten hungrig. Deshalb genehmigten wir uns belegte Crepes, die aus dunklen Mehl gebacken wurden. Belegt mit Schinken, Emmentaler und Spiegelei, die Damen gönnten sich Roscoffer Zwiebeln, schmeckte es uns hervorragend. Dazu gab es eine Flasche Cidre.

Nach der Stadttour durch Roscoff ging dann weiter zum Camping Homair – La Baie de Kernic in der Nähe von Plouescat. Dort verbringen heute bei schönsten Wetter unseren Abend und nahmen eine Abkühlung im Schwimmbad des Campingplatzes.

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