Die Westküste
Tag 3
Das man sich in der Bretagne auf unterschiedliche Wetter einstellen muss, haben wir bereits in den vergangenen Tagen ausgiebig lernen können.
Heute war es wieder so, dass der Tag mit Sonnenschein begann. Schon bei unserem Frühstück vor unseren Wohnmobilen sahen wir, dass sich der Himmel zuzog. Allerdings sagten die Prognosen keinen Regen voraus.
Insofern waren die idealen Voraussetzungen für eine Radtour gegeben.
Die Tour ging auf dem Küstenweg von unserem Campingplatz in Richtung zum kleinen Hafen von Kerity. Leider haben wir dabei die Bar und Restaurant Le Doris komplett übersehen. Ich hätte gerne meine Chefin davor abgelichtet, schliesslich hat sie mir ihre Bar jahrzehntelang verschwiegen.
An der Landspitze, dem Pointe de Penmarc’h, gab es dann im Stadtteil Saint-Pierre die beiden Leuchttürme Vieux Phare und den Phare d’Eckmühl zu bestaunen. Mit 65 Metern ist der Phare d’Eckmühl einer der höchsten Leuchttürme Frankreich. Seinen deutschen Namen bekam er von der Tochter eines französischen Generals, der von Napeleon nach der Schlacht in Bayern zum Marquis d’Eckmühl ernannt wurde. Sie setzte mit der Finanzierung des Leuchtturms 1897 ihrem Vater ein Denkmal.
Mal absehen davon, dass meine Höhenangst mich davon abhielt, die 307 Stufen bis zur Aussichtsplattform zu erklimmen, der Ausblick wäre sicher lohnenswerter gewesen, wenn das Wetter mitgespielt hätte.

Der Phare d’Eckmühl steht aber nicht alleine in dieser Ecke der Bretagne. Er stiehlt dem ihm vorgelagerten Vieux Phare aus dem Jahre 1835 und der kleineren, viereckigen Sémaphore die Schau.
Unsere Tour setzte sich auf dem Radweg über die Chapelle Notre-Dame-de-la-Joie bis in den Hafen von Saint-Guénolé fort. 
Im Hafen beoabachten wir das Vertäuen eines Bootes,j bevor wir auf den Markt von Saint-Guénolé weitergingen. Auch wenn schon einige Händler dabei waren, ihre Sachen einzupacken und den Stand abzubauen, hielt das die Damen nicht davon ab, in aller Ruhe über den restlichen Markt zu schlendern.

An der Plage von Saint-Guénolé angekommen, legten wir erst einmal eine kleine Pause und betrachteten das Treiben am Strand. Mutige gingen im Atlantik baden, der nicht mehr als 16 Grad Wassertemperatur haben dürfte.
Schülergruppen mit Surfbrett kamen dann später dazu.
Unsere Fahrt führt anschließend wieder in Richtung Penmarc’h. Auf dem Weg dorthin nahmen wir dann noch die Chapelle Madeleine und die in der Nähe stehenden Dolmen mit.
Die Kapelle soll im 14. Jahrhundert eine Leprastation gewesen sein. Im 16. Jahrhundert wurde die Kapelle der Person gewidmet, die sich für die Leprakranken eingebracht hatte.
Von den Dolmen waren wir alle ein wenig enttäsucht. Nicht nur, dass wir mit unseren Räder eine „Rumpelstrecke“ absolvieren mussten, sondern die in Reihe aufgestellten Steine gaben nicht viel her.
Zurück ging es dann über Penmarc’h wieder auf den Campingplatz. Bei unserem obligatorischen Nachmittagskaffee trat dann die Sonne wieder voll in Erscheinung.
