Aufgrund der Wetterlage sahen wir uns heute gezwungen, die geplante Route ein wenig abzuändern. Wegen des wieder einsetzenden Regens war eine Gletscherzungen-Besichtigung am Jostedalbreen nicht möglich, so dass wir diesen Tag als einen längeren Fahrtag deklariert haben.
Dennoch mussten wir heute, zumal wir in Aurland genächtigt hatten, die Aussichtsplattform Stegastein mitnehmen. 9 Kilometer auf einer kurvenreichen, teils steilen und engen Straße waren sowohl auf Hin- und Rückfahrt zu absolvieren. Danach begann das Spiel um einen Parkplatz, denn wie immer, auch in der sog. Vorsaison, ist an solchen Orten viel zu viel los. Die tolle Aussicht auf den Aurlandsfjord wurde leider nur durch die tiefen Wolken und den stärker werdenden Regen getrübt.

Sicherlich wird der eine oder andere gehört oder gelesen haben, dass die Norweger aufgrund der Topologie des Landes einige Tunnel gebaut haben, um optimale Verbindungen zu schaffen. Da wir heute aber auf unserer Strecke von Aurland, Borgund bis kurz nach Skei von insgesamt 215 km ca. über 80 km durch Tunnel gefahren sind, zeigt welche gewaltige Leistung hier gemacht worden ist. Der Lærdalstunnel, den wir heute gefahren sind, gilt mit einer Länge von 24,5 km als längster Straßentunnel der Welt.
Bei strömenden Regen erreichten wir die Stabkirche von Borgund. Wenn man bedenkt, dass die Kirche vor ca. 840 Jahren nur aus Holz errichtet worden ist und noch heute stabil dasteht, ist das schon ein Wunder. Damit das so bleibt, sollte man die Finger vom Holz lassen und nicht „begrabsen“.

Von Borgund ging es dann weiter Richtung Norden. Bevor wir Sogndal durchfuhren, hieß es noch einmal die Fähre von Fodnes nach Manheller zu nehmen. Wieder eine Elektrofähre!
Das Wetter besserte sich ab Sogndal, der Regen ließ nach und die Sonne schaute immer wieder durch die Wolkenlücken mit hin und wieder ein paar Tropfen.
Leider zogen sich die Wolken in den Jostedalsbreen Nationalpark zurück, so dass wir bis auf den Boyabreen keinen Gletscher zu Gesicht bekamen.

Unsere längste Etappe bis auf die Anreise fand in dem Dörfchen Reed am See Breimvatnet ein verdientes Ende!
