Dol de Bretagne & St. Malo
Tag 1
Heute ging es weiter in Richtung Bretagne. Während wir uns gestern am Mont St. Michel noch geographisch noch in der Normandie aufgehalten hatten, wechselten wir heute definitiv in die Bretagne.
Auf unserer Fahrt dahin nahmen wir zunächst die Stadt Dol de Bretagne mit. Der Ort bietet zwei Sehenswürdigkeiten an, die Église und die Straße Rue Stuart, die mit typischen Stadthäuser der vergangen Zeit gespickt ist.
Das lud uns zu einem Rundgang ein, nachdem wir durch den Ort gekurvt waren, um einen Parkplatz für unsere Wohnmobile zu finden. Kirche und Flohmarkt verminderten den Parkraum erheblich.
Der im 6. Jahrhundert eingewanderte Mönch Samson ist Namensgeber der Cathédrale Saint-Samson. Das Gotteshaus stammt aus dem 13. Jahrhundert und gilt als eines der schönsten Kirchen der Bretagne. Sie war einst Mittelpunkt eines geistlichen Zentrums.
Die Rue des Stuarts in Pontorson besteht aus guterhaltenen mittelalterlichen Häusern, die mittlerweile unterschiedliche Geschäfte beherbergen. So ist zum Beispiel im Haus Nr. 17 ein Blumenladen untergebracht.
Weiter ging es anschließend in Richtung St. Malo. Im Ortsteil Alert fanden wir einen Campingplatz, der uns nach dem Nachmittagskaffee den Spaziergang über das Musée Memorial in Richtung St. Malo ermöglichte.
Das Musée Memorial erinnert an die Besatzung von St. Malo durch die deutschen Wehrmacht, die von hier die Hafeneinfahrt von St. Malo überblicken konnte.
Um den Jachthafen von Alert herum, kamen wir dann zur Ville Close von St. Malo. Der Gang auf der Festungmauer der alten Kosarenstadt ließ den Blick auf die gewaltige Mauer zu, die in stürmischen Zeiten dem Meer die Furcht nehmen sollte. Anschließend ging es herunter in die Ville Close, wo kurz der Cahédrale Saint Vincent einen Besuch abstatteten.
Anschließend fanden wir ein uriges Lokal in der Ville Close, das Galette nach Großmutters Rezepten anbot. Da wir unbedingt diese bretonische Spezialität genießen wollten, nahmen wir in dem Lokal Platz.
Also bestellte sich jeder eine unterschiedliche Galette. Dazu gab es eine Tasse Cidre.
Es tut uns leid, dass wir von den herrlichen Galettes keine Bilder vorzeigen können, da uns der Hunger überkam und wir es schlichtweg vergessen haben die Galettes abzulichten..
Tag 2
Der Morgen begann sehr vielversprechend und das obwohl Marlies am Morgen auf das frische Baquette verzichten musste. Das kommt davon, wenn man am Kiosk nicht richtig liest.
Da die Sonne hinter den Wolken hervorlugte, nahmen wir unser Frühstück draußen ein.
Der Morgen war doch noch gerettet, als wir die Kiosk mit frischen Baquette und Croissants entdecken. Auch wenn es heute morgen kein Baguette mehr für uns gab, konnten wir dennoch nicht auf ein Croissant zum Abschluss unseres Frühstück verzichten.
Da der Morgen so gut anfing, nahmen wir vor, das Mekka der Austernzucht in Cancale zu inspizieren. Wir sattelten unsere Fahrräder und fuhren trotz guter Vorplanung los. Allerdings ließ uns teilweise das Internet im Stich, so dass die Route nicht leicht zu finden war und wir uns mehr neben der ausgewählten Strecke befanden als auf dieser.
Zu allem Überfluß kamen wir gegen Mittag dann auch noch in großes Regenband, dass uns vollends „die Tour vermasselte“. Um nicht vollständig durchnäßt zu werden, blieb uns nur eine Haltestelle bei Tannee übrig.

Mit Regenschutzkleidung bei nachlassenden Regen nahmen wir den Rückweg in Angriff ohne das Mekka gesehen zu haben. Der Besuch in Cancale mit einem öffentlichen Bus wäre sicherlich besser gewesen.
Man lernt nie aus!
