Côte d‘ Armor
Tag 1
Den Morgen begannen wir mit einem ausgedehnten Frühstück in der morgendlichen Sonne auf unserem Campingplatz. Marlies ließ aus ihrem Fundus drei gekochte Eier springen, ich stand beim Boulangerie-Kiosk an, um normales und tradionelles Baguette sowie ein Croissant und ein Pain aux raisin (Rosinenbrötchen) zu erwerben.
So gestärkt machen wir uns auf dem Weg in Richtung Cap Fréhel.
Bislang haben wir uns an der Côte d’Emeraude, der Smaragdküste aufgehalten.
Diese Küste, von Cancale bis zum Cap Fréhel, soll über das smaragdgrüne Wasser glänzen, dass wir an verschiedenen Stellen auch bewundern durften. Intensiv wird das natürlich bei Sonnenschein.
Bei der Überquerung des Flusses Frémur, der wie die meisten der Flüsse der Bretagne tidenabhängig ist und während der Ebbephase ausgetrocknet schien, kamen wir in das Département Côtes d‘ Armor. Den Namen hat die Urlaubsregion nach der keltischen Bezeichnung Armor, was übersetzt „Land am Meer“ bedeutet.
Am Parkplatz des Phare Fréhel angekommen, erlebten wir die Überraschung, dass der Besucherparkplatz überfüllt war. Da wir uns nicht auf diee Busparkplätze stellen wollten, fuhren wir weiter in Richtung Pléhérel und fanden in 3 Kilometer Stellplätze für die beiden Fahrzeuge. Fahrräder satteln und wieder zurück in Richtung Phare.
Am Parkplatz wieder angekommen und in Richtung Phare gehend, begeisterte sich ein Passauer über das nachstehende Gewächs, deren Namen wieder schon wieder verdrängt. Welche(r) Botaniker*in unter euch es weiß, darf mir gerne schreiben.

Nach der Besichtigung des Phare als auch des Caps Fréhels blies uns der steife Wind direkt ins Gesicht. Glück hatten wir das die Strecke zurück zu unseren Fahrzeugen leicht abschüssig war und der Wind uns nicht vollends aufhielt. Die aufziehenden dunklen Wolken ließen nichts Gutes ahnen und trieben uns an, sodass wir mit ein paar Regentropfen bei den Wohnmobilen ankamen.

Nach dem Aufwärmen bei einer Tasse Kaffee im Wohnmobil ging es dann weiter zu unserem Camingplatz für die Nacht.
Den fanden wir auf dem „Naturcampingplatz“ Camping Village Nature d’O. Hier herrschte wirklich Natur, allerdings den im Netz angepriesenen Blick auf das Meer, den bekamen wir nicht wirklich. 
Tag 2
Der Franzose an sich hat ein Faible für den Genuß von frischen Lebensmitteln. Insofern gehört das Markttreiben für unsere Nachbarn zum alltäglichen Leben. Es gibt sogar, bezogen auf den bretonischen Teil, eine eigene Webseiten mit der Übersicht, wo und wann in welcher Stadt Märkte abgehalten werden.
Wir hatten uns für heute Morgen den nächsten Markt der Region in St. Brieuc ausgesucht und sehr früh besucht.
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Der Markt sollte um 8 Uhr starten. Obwohl wir gegen 8:45 Uhr den Markt auf dem Platz Place de Martray erreichten, trafen wir noch eine Vielzahl an Händler beim Aufbau an. Bei anderen Händler drehten sich schon die Hähnchen am Spieß bzw. köchelte die Paella.
Nach dem Einkauf von frischen Brot und Baguette ging es weiter Richtung Binic, wo wir ein spätes Frühstück einnahmen.
Auf dem Weg zu dem Le Gouffre (dem Schlund), der hinter dem Ort Plougrescant liegt, kamen wir an Tréguier der historische Hauptstadt des Trégor vorbei. Der Ort liegt am Ufer des Flusses Jaudy, an der Einmündung seines Nebenflusses Guindy.
Die bretonischen Städtchen bieten allesamt sehenswerte Stadt- sowie imposante Kirchenhäuser an.


Nach dem Stadtrundgang ging unsere Fahrt dann zu Le Gouffre weiter. Auch hier musste man um einen Parkplatz kämpfen, da die PKW-Fahrer die Parkplätze für Wohnmobile erst einmal für sich beschlagnahmten.
Hier an der Küste merkt man schon sehr deutlich, dass wir uns der Côte de Granit Rose genähert.
Neben dem Schlund, was de facto eigentlich nur ein Wasserloch sein soll, gibt es als Atttraktion das private Haus zwischen den Felsblöcken.
Die Nacht verbringen wir heute in Louannec auf dem Campingplatz Municipal Ernest Renan. Heute Abend haben definitiv einen Blick auf das Meer, denn wir stehen in der ersten Reihe auf diesem wunderschönen Platz.
