Quiberon und Côte Sauvage


Die große Hitze ist verschwunden! Der Wind treibt seit gestern die Wolken vor sich her und vertrieb gottseidank auch die heute über der Ostseite der Quiberon-Halbinsel drohenden Gewitterwolken.
Damit stand einer Fahrradtour in Richtung Markt von Quiberon nichts mehr im Wege. Märkte gibt es in Frankreich scheinbar wie Sand am Meer. Egal wo man auftaucht, es ist Markttag. Also auch heute wieder, diesmal in Quiberon.
Dazu sperren unsere Nachbarn ggfls. auch einmal den inneren Stadtkern, wie heute in Quiberon. Hier wurde alles um den zentralen Place Hoche für den Markttag gesperrt.

Die Märkte unterscheiden sich zu unseren Wochenmärkte bzgl. des Warenangebots sehr deutlich.


Es werden mehr frische Obst- und Gemüsewaren angeboten. In der Regel sind das dann alles regionale Produkte, die die Händler offerieren. Den großen Kontrast zu unseren Märkten ist das reichhaltige Angebot an Käse, Fisch und Schalentieren. Da neben Cancale die Bucht von Quiberon ebenfalls eine Hochburg der Austernzucht ist, findet man die unterschiedlichsten Sorten zu den entsprechenden Preisen in den Auslagen der Händler.

Hier fand Doris endlich den Händler Ihres Vertrauens, der ihr nicht nur eine Auster zum Probieren anbot. Mutig wie sie nun mal ist, hätte sie sich satt essen können. Aber nach der zweiten Auster war dann Schluss. Die Zweite schmeckte dann noch mehr nach Meer, weil der Salzgehalt höher war .


Urteil der jetzt Austernkennerin: Sie schmeckten nicht nach mehr, nicht das Richtige für Sie, lieber Wurstebrei.



Beim Anblick dieser Schalentieren erklärte mir ein älterer Franzose auf Nachfrage, dass diese Tierchen mit Mayonaise einfach „bon“ schmecken. Mag vielleicht sein, aber über Geschmack kann man ja bekanntlich streiten.

Nachteil eines Markttages durch die vollen Gassen war, dass wir nur Teile des Ortskern sehen konnten. Da wo kein Markt war, drängte sich der Verkehr oder die umliegenden Parkplätze waren voll.

Abseits des Trubel, wie am Maison Bleue, ging es deutlich entspannter zu.
Nach dem eine kleine örtliche Kapelle auf dem Markt noch ein Ständchen gebracht hatte, fuhren wir weiter Richtung Côte Sauvage.

Bevor wir aber zur Côte kamen, mussten wir noch an der ärmlichen Behausung des Château de Turpault vorbei. Der blumengießende Nachbar erzählte uns, dass das Château seit 2 Jahren in privater Hand eines Parisers ist.
Das kommt davon, wenn man zu viel Geld hat und weiß nicht, wohin damit!


Die Côte Sauvage bildet den westlichen Teil der Halbinsel ab. Sie ist das krasse Gegenteil des östlichen Teiles, rau, steinig und gefährlich.




An den Stränden ist aufgrund der teilweise gefährlichen Unterströmungen das Baden verboten. Wer allerdings mutig ist und Surfen kann, ist an der Côte Sauvage genau richtig.
Auch bei Ebbe gibt es einige Wellen, die die Mutigen auf die Bretter schicken.
Wie sieht das dann aus bei auflaufenden Wasser aus.



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