Brocéliande
Ca. 7.000 Hektar Waldgebiet umfasst Stand heute die Brocéliande. Ursprünglich bedeckte die Broceliande weite Teile der inneren Bretagne. Durch systematische Rodung zur Befeuerung von Stahlverhüttung sowie Suche nach mehr Ackerfläche ist das Waldgebiet heute nicht mehr zusammenhängend. Heute wie früher wächst immer noch an vielen Stellen hüfthoher Farn unter Eichen, Buchen und Kastanien. Außerdem ist die Brocéliande ein ideales Wandergebiet.
Die Brocéliande ist aber auch ein Waldgebiet für Mythen und Sagen. So soll Merlin, der große Zauberer von König Artus, sich in Viviane verliebt haben. Nach und nach hat dann Viviane seine Zauberkräfte übernommen und er hat dann in diesem Wald seine letzte Ruhe gefunden haben.
Natürlich war das ein Anlass dort einmal vorbei zu schauen. Allerdings war ich schon vorher nicht sicher, ob man sich dafür viel Zeit reservieren sollte.
Merlin’s Grab (Le Toimbeau de Merlin) wird heute mit zwei Steinen angezeigt. Früher soll dort aber ein Dolmengang mit einem Schatz gewesen sein. Der Waldbesitzer nahm deshalb Ausgrabungen vor, fand aber keinem Schatz.
Nach Merlin’s Grab lag etwa 300 Meter weiter der Jungbrunnen, La Fontaine de Jouvence. Eine kleine Quelle, deren Überspringen ewige Jugend
garantieren soll.
Ehrlicherweise muss ich darauf hinweisen, dass ich keine Quelle gesehen habe, sondern eher einen Tümpel, der auch kein Wasser an einen Rinnsal abgegeben hat.
Gut, ich habe kein großes Verständnis für Sagen und Mythen. Deshalb komme ich auch zu dem Schluß, dass man hierfür nicht allzu Zeit aufwenden sollte.
Deshalb fuhren nach der Brocéliande auch weiter nach Vitré, unserem letzten Etappenziel in der Bretagne.
