Concarneau

Das Wetter der Bretagne lief bislang meistens nach dem Muster ab:
morgens bedeckter Himmel, zu Mittag löste sich der auf und zum Abend wurde es schön, die Sonne kam heraus. Sah man mal von Ausnahmen wer Tour nach Cancale ab, so konnte man darauf wetten.
Heute allerdings war davon nichts zu spüren. Sonnenschein von morgens bis abend mit warmen Temperaruren um die 30 Grad ließen den Tag etws ruhiger angehen.
Insofern haben wir einen kurzen Standortwechsel vorgezogen. Auf unserer Etappe stand eh Concarneau auf dem Plan, das waren gerade mal von unserem letzten Standort 50 Kilometer Fahrt an der Baie de la Forêt vorbei.

Concarneau (bretonsich: Konk Kerné), die Partnerstadt von Senne, war Anfang des 20. Jahrhundert abhängig vom Sardinienfang. Dieser blieb 1905 aus, so dass die Stadt ihre Lebensgrundlage verlor. Heute ist Concarneau einer der größten Fischereistandorte Frankreichs und ist heute ein Zentrum des Thunfischfanges.

Historisch wurde Concarneau wie viele andere Städte in Frankreich durch die Ansiedlung von Mönchen gegründet. Später wurde Concarneau zur Festung ausgebaut. Den endgültigen Ausbau erlebte zur Festung erlebte Concarneau im 17. Jahrhundert durch Vauban, dem Stararchitekten des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Ähnlich wie St. Malo schuf Vauban auch in Concarneau eine Ville Close. Teile der Festungsmauer sind heute noch begehbar.



Die Ville Close ist Keimzelle Concarneau und heute das touristische Zentrum der Stadt. Hier finden sich Dutzende von Souvenir- und Andenkenläden. Verhungern braucht der Tourist in der Ville Close auch nicht. Es gibt genügend Creperien und Restaurant.





Lästig waren allerdings in den Straßen der Ville Close die vielen fliegenden Ameisen. Bei der Wärme schienen alle aus ihren Schlupflöchern gekommen zu sein.

Zu großer Bekanntheit gelangte Concarneau ebenso durch viele Krimis. Hier ermittelten sowohl Georges Simeneon’s Maigret als auch Jean-Luc Bannelec’s Dupin. Im Admiral wurde von Commissaire de Police Dupin immer der morgendliche Petit Café eingenommen.

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